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6.2.2012 : 12:36 : +0100
Kerschlach um 1500
Das Gut zur Zeit der Kloster- schwestern in den 1940er Jahren
Die Gutsanlage nach dem großen Umbau 2001

Kerschlacher Geschichte

1159                  

 

Erste urkundliche Erwähnung Kerschlachs als "Cherslo" = Viehweide im Sumpfgebiet

11.-12. Jhd.

Erwähnung als den "Bischöfen von Augsburg eigen"

1411

Eigentümer über Gut Cherrslo ist Ulrich Ebran zu Wildenberg

1558

Aus dem Steuerbuch des Schlosses Seveldt (Seefeld): "Cherslo" ist ein claines Hofmärchlein... hat sechs Feuerstett" (= Anwesen, nämlich: ein "Schlößchen", eine Schenke, vier Höfe)

1599

Kerschlach geht an das Benediktinerkloster Andechs

1632/33

Der 30-jährige Krieg wütet in Kerschlach, der es "zerstört, ruiniert und verderbt"

1633/34

Hinzu kommt die Pest, die Kerschlach "öde und leer" hinterläßt

1645 - 1659

Eine "Schwaige" (Ökonomiebetrieb mit Sennerei) entsteht anstatt der Höfe. Es wird auch Pferdezucht betrieben.

1803

Im Zuge der Säkularisation Verkauf an den Landwirt Johann Baptist Stützle

1876

Verkauf an Eduard von Hallberger, Eigentümer des Stuttgarter Verlagspalastes und auch Schloßherr von Tutzing

Ende 19. Jhd.

Verkauf an Theodor von Cramer-Klett, u.a. Begründer der MAN-Maschinenfabriken und der Münchner Rückversicherungsgesellschaft

1908

Verpachtung an die Missions-Benediktinerinnen Tutzing

1934

Verkauf an die Klosterschwestern

1997

Verkauf an Werner Mützel, Gründer und Eigentümer
des WEKA-Fachverlages aus Kissing

Kerschlach heute

Im Jahr 1997 erwarb das Gut der Augsburger Verleger Werner Mützel, der es in dreijähriger Bauzeit von 1998 bis 2001 zu einem modernen, biologisch bewirtschafteten Betrieb fast komplett neu aufbauen ließ. Ursprünglich ist nur noch das unter Denkmalschutz stehende sogenannte alte "Herrenschlößchen", welches liebevoll restauriert wurde.

Im Mittelpunkt der heutigen Landwirtschaft stehen die konsequente ökologische Ausrichtung, die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse am Hof sowie die Direktvermarktung von Fleisch und Milchprodukten.