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8.9.2010 : 9:24 : +0200
Beim Ausbeinen
Beim Wursten
Fleischprodukte in der Theke

Die Herrmannsdorfer Wurst-Manufaktur

Schlachten, zerlegen, wursten: Der Pachtbetrieb der Herrmannsdorfer Landwerkstätten aus Glonn wurde im November 2006 aufgenommen. Die so genannte Warmfleischmetzgerei zeichnet sich durch "kurze Wege" aus: Jede Woche werden im Durchschnitt 2 bis 3 Rinder, 7 Lämmer und 8 Schweine geschlachtet.

Dabei kommt jedes 2. Schwein und 15% der Rinder gleich nebenan aus dem Kerschlacher Stall - kürzere Wege gibt es nicht! In der Kritik nicht nur von Tierschützern stehen konventionelle Schlachtviehtransporte, die sich oft Hunderte Kilometer kreuz und quer durch Europa erstrecken. Streß bei Transport und Schlachtung beeinträchtigt die Fleischqualität erheblich. Erzeuger aus der Region sorgen für eine schonende Anlieferung nach Gut Kerschlach mit kurzen Transportwegen, was sich wiederum zugunsten der Fleisch- bzw. Wurstqualität auswirkt. Die Tiere verhalten sich ruhig, da sie den Bauer kennen. Nach der Sofortschlachtung ohne lange Wartezeiten und der Veterinärbeschau wird sofort zerlegt, verarbeitet und verpackt.

In der Kerschlacher Metzgerei wird zusammengeführt, was die industrielle, arbeitsteilige Lebensmittelproduktion auseinandergerissen hat. Im Gegensatz zur Automation haben die Mitarbeiter immer alle Prozesse im Blick und können ihre Kenntnisse zugunsten der Produkte direkt einbringen. Mittlerweile gibt es in Bayern nicht mehr viele solch kleiner Schlachthäuser, Kerschlach bildet hier zudem mit der Warmfleisch-Technologie eine besondere Ausnahme. Dabei wird im Prinzip wie bei einer Hausschlachtung verfahren - das noch schlachtwarme Frischfleisch wird innerhalb von zwei Stunden verarbeitet. Damit werden Zusatzstoffe wie Phosphate vermieden.

In Kerschlach werden alle Fleischteile verarbeitet, so dass auch unbekannte Stücke zur Vermarktung gelangen. Hier wird nicht nur "Hand" angelegt, sondern auch experimentiert und neue Wurstsorten werden liebevoll entwickelt. Die Kerschlacher Wurstmanufaktur ist sozusagen die Ideenschmiede der Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Sachen Schinken, Sülzen und Pasteten und ein wichtiger Baustein im Herrmannsdorfer Netzwerk.

Durch eine sorgfältige Auswahl der Rassen auf Gut Kerschlach, einer natürlichen und artgerechten Fütterung, viel Bewegung, frischer Luft und die schonende Schlachtung entsteht ein Fleisch von hoher Qualität, hervorragendem Geschmack, fester Konsistenz und einer feinen Marmorierung. Auf Gut Kerschlach werden Ochsen und Färsen 2 Jahre lang gemästet, bis diese etwa 600 bis 750 kg schwer und schlachtreif sind. Die Qualität von Rinder- und Schweinefleisch in punkto Saftigkeit, Aroma und Geschmack wird durch einen hohen Gehalt von intramuskulärem Fett (IMF) positiv beeinflußt, das sich durch eine langsamere Mast herausbildet und so das Steak in der Pfanne nicht "schmilzen" läßt.

Nähere Informationen zu den Herrmannsdorfern Landwerkstätten Glonn GmbH & Co. KG finden Sie unter: www.herrmannsdorfer.de

 

Kontakt in Kerschlach

So erreichen Sie die Kerschlacher Metzgerei:

Herrmannsdorfer Landwerkstätten GmbH & Co. KG
82396 Pähl, Gut Kerschlach 1
Telefon: 08808 / 92 480-27
Email:    manufaktur-kerschlach(at)herrmannsdorfer.de
Ansprechpartner: Georg Guggemos
Telefon, Zentrale in Glonn: 08093 / 90 94-0