
- Zuchtstier "Robert"

- und seine Nachzucht

Die Murnau Werdenfelser Mutterkuhherde
Eine Besonderheit auf Kerschlach ist die Haltung einer Mutterkuhherde der Rasse Murnau Werdenfelser. Bei dieser Form der Aufzucht verbleibt das Kalb nach der Geburt in der Herde und somit bei seiner Mutter, von der es gesäugt wird.
Das Murnau Werdenfelser Rind wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) zur "Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2007" erklärt. Es steht in der Roten Liste in der Kategorie 1 (extrem gefährdet). Diese Rasse war früher in Bayern und hier insbesondere in den Gegenden "Murnauer Moos" und dem "Werdenfelser Land" ansässig und gilt als besonders robust und damit wenig anfällig gegenüber Krankheiten. Die Rasse hat aber keine extrem hohe Milchleistung, weshalb sie fast gänzlich verdrängt worden war.

Das besonders hochwertige und geschmackvolle Fleisch wird in der Gaststätte "Der Pschorr" am Viktualienmarkt in München vermarktet. Geschlachtet werden großteils die männlichen Nachkommen und zwar so wie auch schon vor hundert Jahren, als ausgewachsene Ochsen. Das Fleisch dieser Tiere ist durch deren langsames Wachstum besonders zart marmoriert, kurzfasrig und hat dadurch eine hervorragende Qualität.
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